Einfluss des Klimawandels auf die Kohlenstoffbilanz von Photosynthese und Atmung in antarktischen Phytoplanktonalgen

Einfluss des Klimawandels auf die Kohlenstoffbilanz von Photosynthese und Atmung in antarktischen Phytoplanktonalgen

Das Südpolarmeer ist eine bedeutende globale CO2-Senke. Dazu trägt neben der erhöhten Löslichkeit für CO2 auch die Photosyntheseaktivität des Phytoplanktons (biologische Pumpe) bei. Die Menge des fixierten Kohlenstoffs hängt dabei aber nicht nur von der Photosyntheseaktivität ab, sondern auch von den Verlusten durch die Respiration. Somit ist das Verhältnis der Photosynthese- zu Respirationsrate (rP/R) ein wichtiger Parameter für die Abschätzung des Einflusses des Klimawandels auf den antarktischen Kohlenstoffkreislauf. Aus Laborstudien ist bekannt, dass dieser Parameter empfindlich auf Umweltfaktoren reagiert. Aufgrund der methodischen Limitierung sind Freilanddaten hierzu nicht verfügbar. Im Rahmen eines Projektes innerhalb des DFG-Schwerpunktprogrammes „Antarktisforschung“ soll untersucht werden, wie hoch die Variabilität des Verhältnisses rP/R in antarktischen Mikroalgen unter global change Bedingungen ist (steigende Temperatur, veränderte Salinität, Eisenmangel). Mit diesen Daten kann dann in Modellrechnungen gezeigt werden, wie hoch der Fehler bei Primärproduktionsbestimmungen werden kann, wenn Änderungen in der Atmungsaktivität nicht adäquat berücksichtigt werden. Zudem soll eine Methode zur Messung der Atmung entwickelt werden, die ohne Gaswechselmessungen und mit hohem Durchsatz im Freiland eingesetzt werden kann.

Kontakt: Dr. Torsten Jakob, Deborah Bozzato

letzte Änderung: 29.03.2016