Modellierung aquatischer Primärproduktion und Gewässerüberwachung

Modellierung aquatischer Primärproduktion und Gewässerüberwachung

Die Primärproduktion des Phytoplanktons nimmt in aquatischen Systemen eine zentrale Stellung ein und trägt signifikant zum globalen Kohlenstoffhaushalt bei. Im Zuge des Klimawandels ist es unabdingbar, die Auswirkungen der zu erwartenden Änderungen der Umweltbedingungen auf die Primärproduktion zu untersuchen und wenn möglich, in Primärproduktionsmodelle einfliessen zu lassen. Dieses Vorhaben erfordert Informationen über die Physiology der Algenzellen in Abhängigkeit abiotischer Faktoren (siehe auch Photonenbilanzen in Phytoplanktonalgen) aber auch die Entwicklung neuer Messmethoden für eine verlässliche Bestimmung der Primärproduktion im Freiland und eine Validierung der bio-optischen Modelle. Solche Modelle wurden im Rahmen eines Wasserqualitätsmonitoring des Leipziger Auensees eingesetzt. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) wurde eine fluoreszenz-gestützte Methode zur Bestimmung der Primärproduktion auf ihre Tauglichkeit in Fliessgewässern getestet und hat Eingang in Wassergütemodelle gefunden. Zurzeit wird an einer Methode gearbeitet, die eine Abschätzung des Algenwachstums unter Einbeziehung der Makromolekülzusammensetzung der Phytoplanktonzellen (FTIR-Analyse) ermöglichen soll.

Kontakt: Dr. Heiko Wagner, Dr. Tosten Jakob

letzte Änderung: 19.08.2015