Photonenbilanzen in Phytoplanktonalgen

Photonenbilanzen in Phytoplanktonalgen

Die verschiedenen Algenklassen zeigen durch ihre jeweiligen physiologischen Besonderheiten eine Anpassung an spezifische Umweltbedingungen. Von Bedeutung sind hier u.a. Lichtschutzmechanismen, alternative Elektronenwege und die Zusammensetzung der Biomasse. Die physiologischen Besonderheiten scheinen dabei auch Auswirkungen auf die metabolischen Flüsse (Kohlenstoff Allocation) in der Zelle und die Verteilung der photosynthetisch erzeugten Energie zu haben. Für die Analyse der Quanteneffizienz der beteiligten Prozesse ist eine Kombination verschiedener Messmethoden notwendig, u.a. O2/CO2-Gaswechselmessungen, Chlorophyllfluoreszenz, FTIR. Diese ergeben dann ein Gesamtbild der Energieflüsse in einer Phytoplanktonzelle in Abhängigkeit unterschiedlicher abiotischer Faktoren (Lichtklima, Nährstoffversorgung, Temperatur, pH-Wert). In den bisherigen Ergebnissen zeigte sich bereits eine erstaunliche physiologische Plastizität aber auch Spezifität im Vergleich verschiedener Algenklassen. Das Verständnis der Energie- und C-Allocation ist entscheidend für die Interpretation unterschiedlicher Wachstumsstrategien der Phytoplanktonalgen in Abhängigkeit abiotischer Faktoren. Diese Erkenntnisse lassen sich sowohl für die Modellierung aquatischer Primärproduktion als auch für die Optimierung der Algenanzucht in Bioreaktoren verwenden.

Kontakt: Dr. Torsten Jakob, Dr. Heiko Wagner , Andrea Fanesi

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letzte Änderung: 01.02.2017